Aus drei werden vier :)

Es ist Dienstag Morgen  ca. 4 Uhr wo ich wach werde und Wehen verspüre. Aber nur ganz leicht und gut auszuhalten. Ich denke mir nichts dabei gehe zur Toilette und dann wieder ins Bett. Um 6 Uhr werde Ich von heftigen Wehen geweckt und stehe auf. Ich schleiche mich in Wohnzimmer und veratme die Wehen die in Kürzeren Abständen kommen. Mit wird bewusst das es diesmal kein Fehlalarm ist.Ich hole mein Handy und  schreibe der ♥Freundin wann sie arbeiten muss und frage ob Sie den kleinen Mucki holen kann. Dann wecke ich den ♥Mann und sage das er heute nicht arbeiten gehen muss , den wir würden gleich ins Krankenhaus gehen. Er ruft seine Mutter an und sagt ihr das sie nicht kommen muss. Dienstags ist immer Oma Tag. Kurz darauf wird der kleine Mucki wach und kommt zu uns rüber. Irgendwie muss er gespürt haben das irgendwas anders ist. Den er guckte so Mitfühlend und streichelte mein Bein  und sagte “ Mama, geta aua “ ? …. Wir erklärten ihm das Seine Tante gleich Kommen wird und er ein paar Tage bei ihr seien wird, da Mama und Papa ins Krankenhaus müssen, da das Baby kommt.
Gegen 7.15 Uhr war die ♥Freundin da nahm den Mucki und seien Sachen mit und verabschiedete sich von uns. Ich wollte unbedingt noch baden und mir die Haare waschen …die Wehen gingen nicht weg sondern wurden intensiver und so machten wir uns fertig und liefen rüber ins Krankenhaus. Es war ca. 9.30 Uhr , die Hebamme( Es war Die gleiche die uns auch gestern schon untersucht hatte ….)  begrüßte uns “ Na Schätzelein es geht los oder „? Ich war sehr froh das sie Dienst hatte den sie strahlte sehr viel Freundlichkeit und Wärme aus.  Sie untersuchte mich und tatsächlich der Muttermund war 3-4 cm, sie schrieb eine CTG und ja , es waren Wehen zu sehen 🙂

Yeahhh Wehen :)

Yeahhh Wehen 🙂


Der ♥Mann meldete uns an ging nach Hause und  holte die Tasche und ich ging schon mal auf unsere Zimmer und veratmete fleißig die Wehen. Ich konnte Sie sehr gut veratmen und hatte nicht das Gefühl vor Schmerzen um zu kommen wie damals beim kleinen Mucki. Als der ♥Mann endlich wieder da war, machten wir noch Scherze packte die Tasche auf und aßen was. Gegen 11 Uhr als Ich unbedingt zurück in den Kreißsaal wollte . Da angekommen Untersuchte die Hebamme mich und in dem Moment macht es plopp und die Fruchtblase platzte. Alles und alle nass 🙂 Was war ich froh den der Druck war auf einmal weg. Ich ging noch mal zur Toilette , da die PDA  gleich gelegt werden sollte. ( ich wusste Gott sei dank noch nicht wofür sie noch gut sein wird).
Kurz darauf kam der Anästhesist der mir alles erklärte und fing an. Ich bekam einen Wehenhemmer gespritzt und die Ärztin hielt meine Hände und redete ruhig auf mich ein und erklärte  mir was passiert.  Immer wieder musste ich atmen den der Kopf drückte ganz doll nach unten.  Die erste PDA ging daneben so das es noch mal anfangen musste. Nach dem dies geschafft war und die Schmerzen weg waren, ich war so erleichtert das ich trotz PDA meine Beine spüren konnte, wurde ich wieder untersucht und in der kurzen Zeit ca. 25 min war der MuMu 8 cm geöffnet. Die Schwesterschülerin die sich die Geburt angucken wollte unterhielt sich mir uns über ihren nächsten Einsatz im Kinder Hospiz und über ihre Arbeit und es war eine ganz entspannte schöne Zeit. Ich empfand das alles als surreal, hatte ich doch beim kleinen Mucki die Wehen und den Druck trotz PDA kaum aushalten können.  So gegen 12 Uhr untersuchte mich die Hebamme und zack der MuMu war vollständig geöffnet. Sie sagte Schätzelein bei der nächsten Wehe presst du so doll du kannst. Und das tat ich auch. Dann ging es Ruck zuck. Ich presste 4-5 mal und sie war geboren. Sie wurde mir sofort auf die Brust gelegt. Der ♥Mann und ich guckten uns an und es kullerten und ein paar Tränchen die Wangen runter. Es war ein unglaublich schönes Gefühl diesen kleine Menschen zu halten und zu kuscheln. Wir kuschelten mit unserer Tochter und genossen unsere Zeit. Vergaßen alles um uns herum. Dann nahm der ♥Mann unsere Maus und badete sie zusammen mit der Hebamme. Sie wurde untersucht und gewogen und gemessen.  Während die Ärztin bei mir stand und mir das Bein Streichelte und mir Gratulierte und sagte wie gut ich das gemacht hätte und das das eine sehr schöne Geburt war. Nun warteten wir auf die Plazenta. 
Nun kommt der Teil auf den Ich gerne hätte verzichten können. Nach 40 min. hatte sich in Sachen Plazenta immer noch nichts getan. Langsam lief die Uhr gegen uns. Und die Ärztin holte ihren Kollegen und Anästhesist und noch mehr Leute dazu. Im Kreißsaal wurden Schranktüren geöffnet und die Hebamme erklärte und was nun passieren würde. Sie müssten die Plazenta jetzt raus holen und ggf. eine Ausschabung machen. Die Ärztin erklärte dem ♥ Mann das dass eine sehr sehr blutige Angelegenheit wird und ob er lieber raus gehen möchte. Doch er blieb die ganze Zeit an meine Seite ♥. 
Der Oberarzt sagte zu mir  „So eine schöne Geburt, und jetzt so eine Scheiße “ , er munterte mich auf und beruhigter mich, den ich hatte Angst und war echt nervös. Er sagte mir das ich nichts merken würde, da die PDA jetzt so hoch gespritzt wird das ich nur noch meinen Oberkörper spüren würde und wie froh ich doch seien kann das ich eine PDA haben. OH ja ich war sehr froh. Innerlich betete ich das alles gut gehen würde und konnte die Tränen nicht mehr zurück halten. Dann ging es los. Die PDA wurde hoch gespritzt ich bekam 4 Infusion und meine Beine wurden festschnallt. Es tat wirklich nicht weh aber war sehr unangenehm und ich Angst und die Ganze Situation hatten mir den Rest gegen. Ich schaute immer wieder rüber zum ♥Mann der unsere Tochter im Arm hatte.  Ich sagte sagte immer wieder innerlich das aller gut werden würde um mich zu beruhigen. Nach dem alles vorbei war , sauber gemacht war, das ganze Blut abgewaschen war fühlte ich mich gleich besser. Ich bekam meine Tochter indem Arm. Ich legte sie an und sie trank. Langsam fühlte ich mich besser. Die Hebamme half mir in Mein Bett, was echt schwierig ist wenn man seine Beine nicht spürt und sich nicht bewegen kann. Wir wurden eine Kreißsaal weiter geschoben und bliebe eine Ewigkeit zur Beobachtung dort. Ich bekam Infusionen und Eisbeutel auf den Bauch. Als wir dann auf Station verlegt wurden ging es mir wieder gut. Und ich war echt Gott Dankbar  das es vorbei war. 
Gegen 18 Uhr bekamen wir Abendbrot und ich merkte erst mal was für einen Hunger ich hatte. Es war unerträglich heiß in unseren Zimmer und Ich merkte meine Beine immer noch nicht. Im Laufe des Abend kam ständig einer und fragte wie es mir geht untersuchte mich und guckte nach der Blutung. Irgendwann merkte ich zumindest meine Beine doch mein rechter Oberschenkel war immer noch taub. Trotzdem wollte ich mal aufstehen. Ging super. Auch zur Toilette gehen konnte ich selber. Was wohl eine gutes Zeichen war. 
Die Nacht verbrachten wir mit Kuscheln unsere Tochter und ich mit stillen. Am Nächsten Morgen fühlte ich mich richtig gut und Ich durfte duschen gehen. Yeahh tat das gut. Dann musste Ich rüber in Kreißsaal zur Untersuchung währenddessen kuschelte der ♥Mann mit seiner Püppi. Die Ärztin untersuchte mich und erklärte mir was den genau passiert war. Die Plazenta war festgewachsen. Und ließ sich nicht lösen so das der Arzt sie in kleine Stücken ausholen musste und noch mal alles Ausschaben musste. Aufgrund dessen das die Ränder sich gelöst hatten hat sich dort hinter Blut gesammelt. Ich hätte mehr als einen Schutzengel gehabt. Und mein Körper sich unheimlich schnell erholt. Deshalb wurde ich auch ständig nach der Geburt Untersucht. Ich brauchte Gott sei Dank keine Bluttransfusion obwohl ich Unmengen Blut verloren hatten. Im nach hinein irgendwie ein beängstigendes Gefühl.
Am Nachmittag kam die ♥Freundin mit dem kleinen Mucki zu Besuch. Wir waren sehr Aufgeregt wie er auf sie reagieren würde. Zuerst wurde sie ignoriert, dann nahm er sie auf den Schoß und wollte dann das wir sie sofort wieder runter nehmen. So ganz geheuer war es ihm nicht. 😉 
Aber der Anblick unsere Püppi und die Kuschelzeit lassen mich die Strapazen schnell vergessen und die eigentlich wunderschöne Geburt steht im Fordergrund. Nach 2 Tagen durften wir das Krankenhaus verlassen. Ich schone mich Zuhause und nehme Eisen . Unsere Hebamme kommt regelmäßig und ist sehr zufrieden mit uns . Unsere Püppi hat zugenommen und dass stillen klappt auch. 
Ihr großer Bruder war erst sehr skeptisch und interessierte sich eher wenig für sie. Aber nun möchte er immer ihren Nabel Pudern und gestern konnte ich beachteten wie er sich neben sie legte ihre Hand hielt ihr Köpfchen streichelte und ihr einen Kuss gab. ♥♥♥
Greta Skadi

Greta Skadi

Greta Skadi 

18.06.2013

13 Uhr 

3070 gramm

51 cm 

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